Kategorie: Publikationen
Einbindung von Frauen mit Famile bringt Win-Win-Situation
Politikerwort für den "Markt" in Bad Oldesloe
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten ist nicht nur mir ein persönliches Anliegen. Die jüngsten politischen Diskussionen haben immer wieder gezeigt, wie wichtig dies ist. Nehmen wir die Debatte um eine gesetzliche Frauenquote bei der Besetzung von Führungspositionen. Auch wenn ich diese konkrete Forderung der Ministerin von der Leyen nicht unterstütze, bin ich dennoch dankbar dafür, dass somit dieses wichtige Thema in die Öffentlichkeit gelangt ist. Auch in wünsche mir mehr Frauen in Führungspositionen. Auch ich denke, dass die Politik hier handeln sollte, möchte aber einen anderen Ansatz verfolgen. Derzeit ist das Schlagwort „Fachkräftemangel“ überall zu hören. Während die Grünen hier ausschließlich auf Zuwanderung setzten wollen, möchte ich auch hier auf das ungenutzte Potenzial der Frauen verweisen.
Diese Themen zeigen ganz deutlich, dass wir offensichtlich bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch erheblichen Nachholbedarf haben. Viele Frauen wollen gerne neben der Familie eine berufliche Laufbahn einschlagen, scheitern aber an den fehlenden Rahmenbedingungen. Nun sind Politik und Wirtschaft gleichermaßen gefordert, diese Voraussetzungen zu schaffen. Ein wichtiger Ansatzpunkt hierbei ist die Schulpolitik. Ganztagsangebote der Schulen leisten hierbei einen sehr wichtigen Beitrag. Hier ist der erfreuliche Trend zu erkennen, dass immer mehr Schulen inzwischen solche Angebote bereitstellen.
Die Verantwortung kann hier nicht allein der Politik zugeschrieben werden. Ebenso sind nun die Betriebe gefordert, eine entsprechende Personalpolitik zu gestalten. Ein wichtiger Baustein hierbei sind Teilzeitstellen. Durch diese wird es einer Frau gut möglich, die Rollen der Mutter und der Arbeitnehmerin zu kombinieren.
Aber auch flexible Arbeitszeiten, Homeoffice oder betriebliche Kinderbetreuung stellen hier gute Hilfestellungen dar. Über diese konkreten Maßnahmen hinaus muss sich bei Unternehmen eine grundsätzliche familienbejahende Einstellung herausbilden. Diese kann ihnen niemand aufzwängen. Die Einsicht, dass durch die Einbindung von Frauen mit Familie eine Win-Win-Situation für beide Seiten entsteht, muss von selbst kommen. Dennoch können wir als Politiker den Unternehmen hier Anreize bieten, indem wir genannte Maßnahmen gezielt fördern.









