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09.02.2012
Kategorie: Pressemitteilungen

Anita Klahn und Katja Rathje-Hoffmann: Wir müssen Kinderschutz leben

Kommunen kommen ihrer Verantwortung zumKinderschutz bei der Auswahl der Pflegeeltern gut nach.


Zur Diskussion um die Standards bei der Auswahl von Pflegeeltern erklären die familienpolitischen Sprecherinnen der CDU- und der FDP-Landtagsfraktion, Katja RathjeHoffmann und Anita Klahn:

,,Bei der Frage um Kriterien zur Auswahl von Pflegeeltern darf nicht vergessen werden, dass der Bundesgesetzgeber im SGB VIII den Kreisen und kreisfreien Städten direkt die Verantwortung für die Jugendhilfe übertragen hat", erklärte Anita Klahn.

Kreise und kreisfreie Städte hätten sich in Schleswig-Holstein darüber hinaus auf gemeinsame Empfehlungen verständigt. Weiterhin habe der Landesgesetzgeber im § 38 Jugendförderungsgesetz sechs Versagensgründe festgelegt, die eindeutig regelten, wann Pflegeeltern keine Pflegeerlaubnis erteilt werden solle. So sei die Pflegeerlaubnis zu versagen, wenn die persönliche Eignung nicht nachgewiesen werden könne, die religiöse Erziehung nicht im Einklang mit den Sorgeberechtigten gewährleistet sei, nicht die Gewähr für das sittliche Wohl des Kindes gegeben sei, die wirtschaftlichen Verhältnisse nicht geordnet, die Pflegepersonen nicht frei von ansteckenden Krankheiten seien sowie nicht ausreichender Wohnraum vorgehalten werde.

Die familienpolitischen Sprecherinnen von CDU und FDP betonten, dass es bisher keine Anzeichen gebe, dass die Kommunen ihre Verantwortung nicht ordentlich wahrnehmen. ,,Die gesetzlichen Vorgaben, auch in Zusammenhang mit dem Kinderschutzgesetz sind in Schleswig-Holstein ausgesprochen umfänglich. Da brauchen wir uns nicht zu verstecken", so Katja Rahtje-Hoffmann.

Klahn und Rathje-Hoffmann waren sich einig, dass es eine hundertprozentige Sicherheit im Bereich des Kinderschutzes wohl nicht gebe. ,,Es ist wichtig, dass der Kinderschutz gelebt und eine kindgerechte Lösung gefunden wird", betonte Klahn. ,,Pflegefamilien sollen gestärkt und nicht unter Generalverdacht gestellt werden. Die Alternative zur Pflegefamilie ist einzig die Unterbringung in Heimen. Und ob dieses besser für die Kinder ist, bezweifele ich", so RathjeHoffmann abschließend.


Schlagworte: Anita Klahn, Politik, Politikerin, Sozialpolitik, FDP, liberal, Stormarn, Schleswig-Holstein, Landtag, SH-Landtag, Landtagsvizepräsidentin, FDP-Landtagsfraktion